12.08.2016 09:07 Alter: 1
Kategorie: WIN-Startseite

Wirtschaftsinformatik-Studium mit hoher Internationalität


Valentina Sauer und Prof. Kurt Sandkuhl im Gespräch über eine Modellierungsaufgabe aus der Automobilelektronik.

Die Universität Rostock setzt immer mehr auf die Internationalisierung ihrer Studiengänge. Es gibt bereits das Modell, im internationalen Austausch einen Teil Studiums an einer Partner-Universität durchzuführen und auf diese Art und Weise einen Doppelabschluss zu erhalten.

Wer sich jetzt beispielsweise für einen Studienplatz in der Wirtschaftsinformatik bewirbt, hat beste Chancen auf ein Stipendium für ein Auslandssemester in St. Petersburg. Russischkenntnisse sind dafür nicht erforderlich. Die Ausbildung erfolgt in Englisch. Möglich wird das durch das so genannte Doppelabschlussprogramm (Double Degree),  das den Studierenden zwei Masterabschlüsse ermöglicht. Im Dezember 2015 haben die Universität Rostock und die Universität für IT, Mechanik und Optik (ITMO) in St. Petersburg,  einen entsprechenden Kooperationsvertrag für die Wirtschaftsinformatik unterzeichnet.  

„Wir starten mit dem Austausch so richtig im Sommersemester 2017, die Studenten müssen sich dafür aber schon zum Wintersemester 2016 im Master Wirtschaftsinformatik einschreiben“, freut es Professor Kurt Sandkuhl von der Fakultät für Informatik und Elektrotechnik und Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftsinformatik.  Die Studenten könnten dann nach einem Sommersemester wahlweise in  Rostock   oder  St. Petersburg weiter studieren.

Der internationale Austausch in der Lehre greift nach den Worten von Uni-Rektor Professor Wolfgang Schareck „rasch über in Kooperation in der Forschung und ist so insbesondere für Studierende , aber auch für Lehrende und Forschende eine große Bereicherung“, betont der Rektor. Dies betreffe nicht nur akademische Kompetenzen und Erfahrungen, sondern trage für ein gutes Miteinander im interkulturellen Bereich bei, sagt der Rektor.

Im zu Ende gegangenen Sommersemester waren die ersten Studenten aus St. Petersburg bereits an der Uni Rostock zum Studium der Wirtschaftsinformatik.  Hier konnten sie forschungsorientiert arbeiten und waren allesamt begeistert, insbesondere auch wegen der sehr praxisorientierten Aufgaben, waren sie sich unisono im besten Englisch einig.

„Die meisten unserer Studierenden haben bereits während des Studiums einen Job in einem Unternehmen“, sagt Prof. Sandkuhl. Der führt oft nach Beendigung des Studiums in eine Festanstellung. „Gut 95 Prozent unserer Absolventen haben spätestens drei Monate nach Ende des Studiums Arbeit“, betont Prof. Sandkuhl. Während des Wirtschafts-Informatik-Studiums gibt es ein Pflichtpraktikum bei lokalen Unternehmen. Die Studierenden arbeiten dann oft zur Freude von Prof. Sandkuhl mit Fallstudien und an problemorientierten Aufgaben. So ist es kein Wunder, dass beim letzten CHE-Ranking die Rostocker Wirtschaftsinformatik hinsichtlich ihrer Praxisnähe und internationalen Ausrichtung beim Studium in der Spitzengruppe der deutschen Universitäten zu finden ist.  Ab dem vierten Semester wird das Studium übrigens auch in Englisch  angeboten. Zudem könne dann ein Auslandspraktikum absolviert werden.  Valentina Sauer studiert als  einzige Frau im sechsten Semester Wirtschaftsinformatik und bricht eine Lanze für diesen  Studiengang:   „Die Betreuung durch die Dozenten ist großartig, es geht am Lehrstuhl  sehr unkompliziert zu. Das beflügelt  im Studieren“.